Sicheres surfen über SSH-Socks-Proxy

Ich wollte ja eben nen Squid auf einem meiner Server installieren, damit ich der ganzen Internetzensur und diversen Überwachungsmaßnahmen aus dem Weg gehen kann. Doch duch Zufall habe ich rausgefunden, dass das ohne Squid sogar besser und einfacher funktioniert: Über einen SSH-Socks-Proxy können nämlich sogar die DNS-Requests über den Server laufen. Und es ist simpel – in der Firefox-Config “network.proxy.socks_remote_dns” auf “true” setzen, den Befehl

ssh -C2qTnN -D 8080 username@ip

ausführen und im Firefox als SOCKSv5 Proxy localhost:8080 eintragen. Fertig. Zum prüfen einfach mal whatismyip.com ansurfen.

Wahnsinn, was SSH alles kann.

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Samsung E152 unter Linux

Ich habe mir vor einigen Tagen das Samsung Notebook “E152 Aura Enola” von Amazon gekauft. Die Hardware klang äußerst linuxtauglich also schlug ich zu.

Vorinstalliert war ein Vista Home Premium, das 6x neustarten musste, bevor ich es überhaupt einmal benutzen konnte. Eigentlich sollte man von einem vorinstallierten Betriebssystem davon ausgehen, dass es nur eben Benutzername und Passwort abfrägt und dann betriebsbereit ist. Stattdessen muss es immer und immer wieder rebooten und am Ende hat man sogar wieder die typischen Abo-Programme (“Ihr Virenschutz ist nur noch 45 Tage gültig…”) installiert. Also kam das Vista runter und ein schönes Gentoo kam drauf. Vom Linux-Onlineshop habe ich mir dann auch gleich einen passenden Gentoo-Sticker bestellt, der furchtbare Vista-Sticker wurde sogleich entfernt.

Nun aber zur Linuxtauglichkeit: Das Notebook ist besser linuxtauglich, als man denken möchte. Es funktioniert praktisch alles out-of-the-box: LAN und (!) WLAN sind im Kernel enthalten, man benötigt keinerlei Zusatzaufwand um diese in Betrieb zu nehmen. WLAN wird von einem Atheros-Chipsatz zur Verfügung gestellt, der mit dem ath5k aus dem Kernel super funktioniert. Man könnte also sogar Gentoo über WLAN problemlos installieren. Grafik kommt von einem Intel X4500, der, dank hervorragender Linux-Unterstützung seitens Intel, ausgezeichnet funktioniert. Die Auflösung von 1280×800 lies sich mit einer Zeile in der xorg.conf direkt einstellen und funktionierte sofort. Auch der Framebuffer (allerdings wird hier kein 1280×800 unterstützt) funktioniert problemos. Sound funktioniert mit aktuellen Alsa-Treibern ebenfalls out-of-the-box (Intel HD Audio). Im Großen und Ganzen war das Notebook sofort einsatzbereit. Bei Installation von Gentoo mit den Kernel-Quellen “tuxonice-sources” funktioniert zumindest hibernate-ram ebenfalls sofort, hibernate (suspend to disk) hat leider noch ein paar Probleme, wobei ich hier nicht sagen kann, ob das an meinem fehlenden Wissen von Suspend unter Gentoo liegt, oder ein Hardware-Problem ist.

Alles funktioniert leider noch nicht, so sind alle FN-Tasten ohne Funktion, selbst bei einem acpi_listen werden keine Events erzeugt, wen man auf diese drückt. So kann man weder die Displayhelligkeit noch den Sound über diese Tasten steuern. Für den Sound kann man sich natürlich einfach selbst Tastenkürzel vergeben, unter Gnome geht das beispielsweise direkt über Einstellungen->Tastenkürzel. Die Displayhelligkeit funktioniert leider gar nicht, denn selbst über die entsprechende Datei in /proc kann die Helligkeit nicht angepasst werden. Dies bedeutet auch, dass man im Bios die Regelung der Helligkeit deaktivieren muss, sonst startet Linux bei fehlender Stromversorgung mit 50%-Helligkeit, die dann nicht mehr angepasst werden kann.

Bis auf das Problem mit der fehlenden Helligkeitsregelung funktionieren alle Sachen so wie sie sollen und ich bin rundum glücklich mit meinem neuen Linux-Notebook.

Vista tristet nun übrigens ein Schattendasein in einer VM in Gentoo. Weggesperrt, so mag ich Windows halt noch am Liebsten. ;)

Und für die Compiz-Liebhaber: Auch Compiz funktioniert mit diesem Chipsatz relativ gut.

Und als Tipp zum Schluss: So ein Notebook gehört natürlich verschlüsselt – was mit Gentoo ebenfalls mit Leichtigkeit funktioniert. Ich habe das nach dieser Anleitung gemacht – hat super funktioniert.

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sshfs: Die bequeme Art des Streamings

Ich habe vor ein paar Tagen eine wirklich gute Methode gefunden, Videos zu streamen. Unter Linux geht sowas ja sowieso recht einfach, beispielsweise mit VLC oder auch zur Not mit netcat und mplayer. Der Nachteil dabei ist aber stets, dass man eine Datei am Host “freigibt”, und diese dann ansehen muss. Ganz anders sshfs. Ich muss lediglich am Client eine Software installieren, und schon geht’s los.

Unter Gentoo geht das beispielsweise mit:

echo "sys-fs/sshfs-fuse" >> /etc/portage/package.keywords
echo fuse >> /etc/modules.autoload.d/kernel-2.6
emerge -va sshfs-fuse
modprobe fuse

Schon kann mit

sshfs username@host:/verzeichnis /zielmountpoint

ein beliebiges Verzeichnis des Hosts eingebunden werden. So kann man einfach das Verzeichnis mit den Videos des Hosts lokal einbinden, und diese abspielen, als wären diese lokal gespeichert. Merken tut man indes nichts, über 100 mbit/s Fast-Ethernet funktionieren selbst HD-Filme ruckelfrei.

Eine prima Sache wie ich finde…

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Warnstreiks: Nürnberger U-Bahn lahmgelegt

Nachdem die Bahnstreiks dieses Jahr wohl etwas schneller vorbei waren geht es jetzt bei der U-Bahn weiter. Prima. Gewundert hat mich das aber alles schon etwas – wie kann man von einem Warnstreik reden, wenn in ca. 10 Städten der Betrieb mehr oder weniger komplett – für den ganzen Tag – lahmgelegt wird? In Nürnberg waren die U-Bahn-Stationen schlicht abgesperrt.

Und wieso gibt es nirgends Streikposten? Am Hauptbahnhof hing ein Zettel am Rolltor, an anderen U-Bahn-Stationen war der Streik nicht mal ersichtlich. Streikposten hab ich nirgends gesehen. Sind die alle wieder ins Bett gegangen? Was sind denn das für Streiks! Wie vor einiger Zeit AEG gestreikt hat, standen die ja auch bei eisiger Kälte vorm Werk und haben gefroren.

Und warum gab es eigentlich keinerlei Ersatzverkehr, bzw. hat man diesen nicht erkennen können? Alle Info-Tafeln waren ausgeschaltet, die Bahnhöfe verriegelt, Streikposten gabs auch nicht, ebensowenig wie Info-Tafeln oder sonstwas. Ich hatte Glück, da der Weg noch in akzeptabler Zeit zu Laufen war, aber das ist schon echt krass.

Ich fand den Streik in der Form wie er abgezogen wurde auf jeden Fall nicht ok.

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Trekstor: Betroffene Festplatten?

Es gibt scheinbar doch noch eine Steigerung ins Negative in Sachen Support – Paypal liegt wohl nicht auf dem letzten Platz. Ich habe vor einiger Zeit eine externe Trekstor-Festplatte gekauft. Nach dem “Seagate Firmware Debakel” wollte ich natürlich auch wissen, ob da drin evtl. solch eine Festplatte steckt. Rauskriegen tut man sowas leider nicht: Über USB meldet sich die Festplatte als “Trekstor” und aufmachen kann man es sowieso net – wenn nur mit Gewalt, aber dann krieg ich ja auch keinen Ersatz mehr.

Also was tut man? Richtig, man schreibt an den Support, ob betroffene Festplatten verbaut wurden, und ob Trekstor ein entsprechendes Tool zur Verfügung stellt. Vor knapp 3 Wochen hab ich eine entsprechende Mail verfasst, vor ca. 1,5 Wochen hab ich die gleiche Mail nochmals gesendet, und eben hab ich die Mail mit einem kleinen Vermerk, warum man mir denn überhaup nicht antwortet, nochmals versendet. Es ist schon ein starkes Stück. Es ist klar, dass der Support meine Frage nicht unbedingt beantworten kann, aber dass man mir gar nicht antwortet, das ist wirklich das Allerletzte. Vielleicht sollte ich jetzt einen Cronjob anlegen, der die Mail wöchentlich dorthin sendet. Denn wenn dort jemand sitzen sollte, der die Mails nur ignoriert, wird er mir vielleicht irgendwann antworten. Und wenn die Mails in /dev/null landen, stören die paar Mails ja auch nicht.

Meine letzte Trekstor Festplatte war das auf jeden Fall.

Ich glaub es wird langsam wirklich Zeit, eine Liste von Firmen zu erstellen, von denen man nichts mehr kaufen sollte, weil Sie in solchen Formen mit Ihren Kunden umgehen.

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