Tomb Raider unter Linux

Auch Tomb Raider (2013) geht – nach einem Wine Einzeiler-Patch – wunderbar unter Linux.

Folgenden angepassten Patch (ursprünglich aus Bug #33125) für Wine 1.7.15 runterladen und Source patchen.

Und dank der Änderung nur einer Zeile Code ändert sich das Spiel von „komplett unspielbar“ auf „läuft wunderbar“.

Für die Gentoo User: Aktuelle Ebuild in ein lokales Ovelay übernehmen, den Patch mit in den Files Ordner werfen und den Patch mit in die $PATCHES-Variable aufnehmen (Abschnitt src_prepare):

        "${FILESDIR}"/${PN}-tombraider.patch

Borderlands 2 unter Linux

Borderlands 2 funktioniert übrigens super unter Linux.

So geht’s:

Man nehme PlayOnLinux und kann dort bequem über „Install“ Steam installieren.

Nächster Schritt, Steam starten und Borderlands runterladen. Bei der Gelegenheit gleich alle Community-Features in den Einstellungen ausschalten, die führen zu sehr vielen Crashes.

Steam beenden und in PlayOnLinux über Configure -> Install Components „dotnet40“ installieren.

Da der Launcher von Borderlands nicht geht, muss man das Spiel direkt starten. Das lässt sich leicht über ein

cd ~/PlayOnLinux\'s\ virtual\ drives/Steam/drive_c/Program\ Files/Steam/SteamApps/common/Borderlands\ 2/Binaries/Win32/
mv Launcher.exe{,.bak}
ln -s Borderlands2.exe Launcher.exe

bewerkstelligen.

Anschließend sollte dem Spielgenuss nichts mehr im Wege stehen. 🙂

UT3 Linux: Please wait…

Ich hab ja gedacht ich les nicht richtig:

Ryan Gordon sent the following message to the UT3 for Linux mailing list:

I just wanted to drop a note and say that the UT3 linux and mac work is still ongoing.
Largely we’re just optimizing and fixing annoying bugs at the moment.

No release date at the moment. Yes, I know we’re already 16 months late.
I’m sorry, we’ll get you the game as soon as we can.

Thanks for your eternal patience,
–ryan.

(Quelle)

Wir sollen uns bitte gedulden? Ja? Sollen wir das? Ist das ein Scherz? Behaltet euren Mist… Aber echt.

Sicheres surfen über SSH-Socks-Proxy

Ich wollte ja eben nen Squid auf einem meiner Server installieren, damit ich der ganzen Internetzensur und diversen Überwachungsmaßnahmen aus dem Weg gehen kann. Doch duch Zufall habe ich rausgefunden, dass das ohne Squid sogar besser und einfacher funktioniert: Über einen SSH-Socks-Proxy können nämlich sogar die DNS-Requests über den Server laufen. Und es ist simpel – in der Firefox-Config „network.proxy.socks_remote_dns“ auf „true“ setzen, den Befehl

ssh -C2qTnN -D 8080 username@ip

ausführen und im Firefox als SOCKSv5 Proxy localhost:8080 eintragen. Fertig. Zum prüfen einfach mal whatismyip.com ansurfen.

Wahnsinn, was SSH alles kann.

Samsung E152 unter Linux

Ich habe mir vor einigen Tagen das Samsung Notebook „E152 Aura Enola“ von Amazon gekauft. Die Hardware klang äußerst linuxtauglich also schlug ich zu.

Vorinstalliert war ein Vista Home Premium, das 6x neustarten musste, bevor ich es überhaupt einmal benutzen konnte. Eigentlich sollte man von einem vorinstallierten Betriebssystem davon ausgehen, dass es nur eben Benutzername und Passwort abfrägt und dann betriebsbereit ist. Stattdessen muss es immer und immer wieder rebooten und am Ende hat man sogar wieder die typischen Abo-Programme („Ihr Virenschutz ist nur noch 45 Tage gültig…“) installiert. Also kam das Vista runter und ein schönes Gentoo kam drauf. Vom Linux-Onlineshop habe ich mir dann auch gleich einen passenden Gentoo-Sticker bestellt, der furchtbare Vista-Sticker wurde sogleich entfernt.

Nun aber zur Linuxtauglichkeit: Das Notebook ist besser linuxtauglich, als man denken möchte. Es funktioniert praktisch alles out-of-the-box: LAN und (!) WLAN sind im Kernel enthalten, man benötigt keinerlei Zusatzaufwand um diese in Betrieb zu nehmen. WLAN wird von einem Atheros-Chipsatz zur Verfügung gestellt, der mit dem ath5k aus dem Kernel super funktioniert. Man könnte also sogar Gentoo über WLAN problemlos installieren. Grafik kommt von einem Intel X4500, der, dank hervorragender Linux-Unterstützung seitens Intel, ausgezeichnet funktioniert. Die Auflösung von 1280×800 lies sich mit einer Zeile in der xorg.conf direkt einstellen und funktionierte sofort. Auch der Framebuffer (allerdings wird hier kein 1280×800 unterstützt) funktioniert problemos. Sound funktioniert mit aktuellen Alsa-Treibern ebenfalls out-of-the-box (Intel HD Audio). Im Großen und Ganzen war das Notebook sofort einsatzbereit. Bei Installation von Gentoo mit den Kernel-Quellen „tuxonice-sources“ funktioniert zumindest hibernate-ram ebenfalls sofort, hibernate (suspend to disk) hat leider noch ein paar Probleme, wobei ich hier nicht sagen kann, ob das an meinem fehlenden Wissen von Suspend unter Gentoo liegt, oder ein Hardware-Problem ist.

Alles funktioniert leider noch nicht, so sind alle FN-Tasten ohne Funktion, selbst bei einem acpi_listen werden keine Events erzeugt, wen man auf diese drückt. So kann man weder die Displayhelligkeit noch den Sound über diese Tasten steuern. Für den Sound kann man sich natürlich einfach selbst Tastenkürzel vergeben, unter Gnome geht das beispielsweise direkt über Einstellungen->Tastenkürzel. Die Displayhelligkeit funktioniert leider gar nicht, denn selbst über die entsprechende Datei in /proc kann die Helligkeit nicht angepasst werden. Dies bedeutet auch, dass man im Bios die Regelung der Helligkeit deaktivieren muss, sonst startet Linux bei fehlender Stromversorgung mit 50%-Helligkeit, die dann nicht mehr angepasst werden kann.

Bis auf das Problem mit der fehlenden Helligkeitsregelung funktionieren alle Sachen so wie sie sollen und ich bin rundum glücklich mit meinem neuen Linux-Notebook.

Vista tristet nun übrigens ein Schattendasein in einer VM in Gentoo. Weggesperrt, so mag ich Windows halt noch am Liebsten. 😉

Und für die Compiz-Liebhaber: Auch Compiz funktioniert mit diesem Chipsatz relativ gut.

Und als Tipp zum Schluss: So ein Notebook gehört natürlich verschlüsselt – was mit Gentoo ebenfalls mit Leichtigkeit funktioniert. Ich habe das nach dieser Anleitung gemacht – hat super funktioniert.

sshfs: Die bequeme Art des Streamings

Ich habe vor ein paar Tagen eine wirklich gute Methode gefunden, Videos zu streamen. Unter Linux geht sowas ja sowieso recht einfach, beispielsweise mit VLC oder auch zur Not mit netcat und mplayer. Der Nachteil dabei ist aber stets, dass man eine Datei am Host „freigibt“, und diese dann ansehen muss. Ganz anders sshfs. Ich muss lediglich am Client eine Software installieren, und schon geht’s los.

Unter Gentoo geht das beispielsweise mit:

echo "sys-fs/sshfs-fuse" >> /etc/portage/package.keywords
echo fuse >> /etc/modules.autoload.d/kernel-2.6
emerge -va sshfs-fuse
modprobe fuse

Schon kann mit

sshfs username@host:/verzeichnis /zielmountpoint

ein beliebiges Verzeichnis des Hosts eingebunden werden. So kann man einfach das Verzeichnis mit den Videos des Hosts lokal einbinden, und diese abspielen, als wären diese lokal gespeichert. Merken tut man indes nichts, über 100 mbit/s Fast-Ethernet funktionieren selbst HD-Filme ruckelfrei.

Eine prima Sache wie ich finde…

Epic: Mehr Schlechtes

Ich habe ja schon mehrfach über lachhaften Aussagen zu Unreal Tournament 3 für Linux berichtet. Jetzt steht Epic wieder in den „Schlagzeilen„.

Besitzer des in Deutschland indizierten Shooters Gears of War können das Ende 2007 erschienene Spiel seit dem gestrigen Tag nicht mehr starten. Der bei dem Spiel des US-amerikanischen Herstellers Epic Games verwendete Kopierschutz SafeDisc 4.81 meldet seit dem 29. Januar, dass die Programmdatei modifiziert worden sei, er verweigert dessen Ausführung.

Wie lachhaft ist das bitte? Und noch schlimmer: Was soll dieser lachhafte Post bringen? Ach ja, wir haben gemerkt, ihr könnt alle nicht mehr euer Spiel spielen, weil wir euch mit DRM, Kopierschutz etc. überschüttet haben und das jetzt Amok läuft.

Wenn man jetzt die Aussage genauso ernst nimmt, wie die zu UT3, dauert es wohl ca. 3 Jahre bis es einen Patch gibt.

Was ist nur aus Epic geworden…