vBulletin 3.6 in einer UTF-8 Umgebung installieren

Wie ich die vergangenen Tage leider feststellen muss, lässt sich vBulletin als einziges Skript was mir bisher untergekommen ist, nicht ohne Probleme in einer UTF-8 Umgebung installieren, so wie sie beispielsweise Gentoo Linux einrichtet. Hier wird z.B. für die mySQL Datenbank UTF-8 als Standard-Zeichensatz und -Verbindungszeichensatz festgelegt. vBulletin verschluckt sich daran aber enorm. Die Lösung habe ich nun nach stundenlanger Rumprobiererei endlich gefunden. Ich hoffe ich kann dem Ein oder Anderen damit ein paar schlaflose Nächte ersparen.

  • In phpMyAdmin eine Datenbank erstellen. Unter „Operationen“ den Zeichensatz auf latin1_swedish_ci stellen.
  • Die config.php in den wichtigen Punkten:
    $config[‚Database‘][‚dbtype‘] = ‚mysqli‘;
    $config[‚Database‘][‚force_sql_mode‘] = false;
    $config[‚Mysqli‘][‚charset‘] = ‚latin1‘;
    $config[‚Mysqli‘][‚ini_file‘] = ‚/etc/mysql/my.cnf‘;

Die Informationspolitik der Bahn

Heute war es mal wieder so weit. Gemütliches Warten am Bahnhof. Heute aber mal nicht wegen Streiks, sondern weil angeblich „Jugendliche auf den Gleisen spielten“. An der mir einzig denkbaren Stelle dafür (dort ist sogar ein Ausgang aus dem Wald mit Treppe) wäre die Polizei wohl in spätestens 5 Minuten eingetroffen. Die Strecke war aber für weit über eine Stunde gesperrt. Was mich ja daran so ärgert, sind nicht die übermütigen Jugendlichen, für die die Bahn, wenn es denn nun auch stimmt, ausnahmsweise wirklich nichts kann, sondern die Informationspolitik der Bahn. Mein Zug fährt eigentlich in Nürnberg weiter, jedoch steigen nahezu alle in Nürnberg aus. Mir kam es dann schon spanisch vor, als niemand am Gleis stand zum Einsteigen. Als dann auf den Tafeln auch noch stand „Zug endet hier“, war es mir sofort klar: Das wird mal wieder ein langer Abend am Bahnhof. Und hier liegt auch das Problem: Man kriegt einfach keine Informationen wie es nun weiter geht. Man steht am Gleis mit dem Hinweis „Zug endet hier“. Keine Durchsagen. Nichts. Also zur S-Bahn. Der vollgedränge Bahnhof zeigte mir sofort, dass wohl schon mehr Züge ausgefallen sind. Automatische Zugansagen sagen falsche Zeiten an, angekündigte Züge fahren nicht ein. Am Bahnhof laufen lauter verwirrte Lokführer und Zugbegleitpersonal auf und ab, wohl selbst vollkommen überfordert und nur noch ratlos. Also wieder zurück zur Regionalbahn. Am Gleis angekommen, stehen erst mal zwei Züge auf dem gleichen Gleis. Über etliche Fragerei erfährt man, dass das „wohl“ der Zug in meine Richtung sei. Losgefahren ist er trotzdem nicht. Auf dem Bahnsteig immer noch überforderte Lokführer mit dem Kommentar „ne ich weiß auch nicht mehr“. Mit ingesamt 1 Stunde Verspätung kam ich dann auch letzendlich zu Hause an.

Die absolute Ratlosigkeit der Lokführer, die sie heute wieder glanzvoll unter Beweis gestellt haben, ist natürlich locker 31% mehr Gehalt wert. Ich mein, ich müsste mich wirklich verdammt anstrengen, um in meinem Beruf so dermaßen ratlos zu sein, wie die Lokführer heute. Hauptsache die Pendler müssen dran glauben.

So kann ich mich heute nur meinen Schlussgedanken der letzten Tage anschließen, und noch einmal „Danke GDL“, „Danke Lokführer“ sagen. Was wäre Deutschland nur ohne euch.

Die GDL kriegt ihren Hals nicht voll: The never ending story

Die deutschen Lokführer wollen am Freitag dieser Woche bundesweit streiken. Das gab der Vorsitzende der Lokführer-Gewerkschaft GDL Manfred Schell heute in Frankfurt am Main bekannt. Grund sei die mangelnde Kooperationsbereitschaft der Eisenbahner. Diese wollte keinen eigenständigen Tarifvertrag mit den Lokführern aushandeln. Der bundesweite und befristete Streik werde den Güterverkehr und den Personenverkehr betreffen. Die genaue Zeit der Arbeitsniederlegungen werde am Donnerstag bekannt gegeben.

Quelle: tagesspiegel.de

Die GDL will mehr Geld und mehr Geld und mehr Geld. Erst vor einigen Tagen erklärte die Bahn noch:

Die gemeinsamen Verhandlungen von GDL, Transnet und GDBA mit der Bahn waren vergangene Woche geplatzt. Die mit Transnet und GDBA gefundene Lösung von einer 4,5-prozentigen Lohnerhöhung kostet die Bahn nach eigenen Angaben etwa 100 Millionen Euro.

Um dies zu finanzieren und die Inflation auszugleichen, erhöht die DB ab dem 9. Dezember die Preise. (Quelle)

Als wäre es nicht schon genug, dass wir jetzt tiefer in die Tasche greifen müssen, damit wir die meiner Meinung nach überzogenen Gehaltsvorstellungen der GDL bezahlen können, nein, jetzt müssen sie natürlich weiterstreiken. Aber es wäre ja langweilig, wenn man nicht die Pendler gleich mal mit runterziehen könnte. Also streikt man einfach mal bundesweit am Freitag, und kündigt die genauen Zeiten natürlich „großzügig“ am Donnerstag an. Was ergibt sich dann also für einen Pendler? Man darf mehr zahlen, dafür dass man am Freitag wahrscheinlich dann am Bahnhof übernachten darf. Und da die GDL ja so nett ihre Pläne „rechtzeitig“ bekannt gibt, kann man natürlich auch nicht mit Urlaub vorplanen.

In diesem Sinne: Vielen Dank, GDL!

GDL will noch mehr

Berlin (Reuters) – Ein neues Angebot der Bahn hat den Tarifkonflikt mit der Gewerkschaft der Lokführer (GDL) nicht entschärft. […] Den Lokführern könne die Mehrarbeit bis zu fünf Prozent mehr Geld bringen, sagte Suckale. Überstunden, die derzeit auf Langzeitkonten angesammelt würden, könnten dann ausgezahlt werden. Der Erlös der Mehrarbeit komme zu den 4,5 Prozent Tariferhöhung hinzu, die die Bahn bereits mit Transnet und GDBA ausgehandelt habe und die auf die Lokführer ausgeweitet werden könnten. Allein der Tarifabschluss mit Transnet und GDBA kostet die Bahn nach eigenen Angaben etwa 100 Millionen Euro. Als Folge kündigte der Konzern, der derzeit Lokführer sucht, Preiserhöhungen ab Dezember an.

Scheinbar ist die die GDL wirklich erst mit den angekündigten 31% Lohnerhöhung zufrieden. Und warum die Bahn bei fast 2,5 Milliarden Euro Gewinn auch noch die fehlenden Einnahmen aus Tarifkonflikten auf die Kunden umlegen muss, bleibt wohl auch unbeantwortet. In was für einer Märchenwelt die da alle leben… *kopfschüttel*

PCs ohne Windoof Steuer kaufen

Wen die „Microsoft-Steuer“ schon immer genervt hat, kann dies unter Umständen in Zukunft immer tun, egal ob Windoof nun dabei liegt oder nicht:

Die Entscheidung eines französischen Gerichts, dass der Hersteller Acer einem Notebook-Käufer den Preis für mitgelieferte, aber nicht genutzte Software zurückerstatten muss, freut Befürworter eines Verkaufs von Rechnern ohne vorinstallierte Software. In dem nun öffentlich gewordenen Fall wurde entschieden, dass Acer dem Kläger nicht nur die zuvor angebotenen 30 Euro, sondern den kompletten Preis für die von ihm zurückgegebene Software auszahlen muss.

Die insgesamt 311,85 Euro, die Acer von dem Gesamtkaufpreis 599 Euro für das Notebook zurückzuerstatten hat, setzen sich zusammen aus 135,20 Euro für Windows XP Home…

Quelle: heise

Links am 21.09.07

Zufallssprüche zur Begrüßung

Wer gerne Zufallssprüche beim Login auf der Konsole haben möchte, kann sich diesem Tipp bedienen:

  • Fortune Mod und Cowsay installieren, unter Gentoo beispielsweise:
    emerge cowsay fortune-mod fortune-mod-at-linux fortune-mod-bofh-excuses fortune-mod-calvin fortune-mod-chucknorris fortune-mod-dubya fortune-mod-familyguy fortune-mod-futurama fortune-mod-fvl fortune-mod-gentoo-dev fortune-mod-gentoo-forums fortune-mod-homer fortune-mod-humorixfortunes fortune-mod-kernelcookies fortune-mod-osfortune fortune-mod-simpsons-chalkboard fortune-mod-sp-fortunes fortune-mod-starwars
  • Am Ende der ~/.bashrc einfügen:
    random_cow(){
    cows=(`ls -1 /usr/share/cowsay-3.03/cows/*.cow`)
    cow_num=${#cows[*]}
    echo ${cows[RANDOM%$cow_num]}
    }
    if [[ $- == *i* ]]; then
    fortune -a | cowsay -f `random_cow` -W 75
    fi

Je nach Distribution muss dabei noch der Pfad zu den Cowfiles angepasst werden.

Vielen Dank an audax für die Erweiterung.

Innere Sicherheit: Geharnischte Kritik prallt auf Schäuble ein

Berlin – Klaus Uwe Benneter (SPD) nahm kein Blatt vor den Mund: Es sei verrückt, absurd und abwegig, wenn Wolfgang Schäuble (CDU) vor Terrorangriffen mit Atommaterial warne und im selben Atemzug die noch verbleibende Zeit hochleben lasse, sagte der Innenexperte im Bundestag. „Das ist nicht die Aufgabe eines Innenministers, seinen Wochenendfrust in Sonntagsinterviews über uns ergehen zu lassen“, fügte er hinzu.

Sein Fraktionskollege Fritz Rudolf Körper hielt dem Minister vor, er habe mit seiner Warnung vor schmutzigen Bomben den Eindruck erweckt, als habe ein solches Gefahrenszenario eine Aktualität. Schäubles Aufruf habe den Hintersinn gehabt, Beunruhigung zu erzeugen. Der Minister müsse sich mehr zurückhalten nach dem Motto „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“. Körper nannte Schäubles Handeln „unverantwortlich“.

Auch die Opposition hielt Schäuble im Bundestag vor, er schüre Ängste. Die FDP-Politikerin Gisela Piltz warf dem Innenminister zu viele Interview-Äußerungen in den vorigen Wochen vor: „Ihre Karriere als Nostradamus unserer Zeit ist damit gesichert.“ Petra Pau (Linke) beklagte, Deutschland werde zu einem „präventiven Sicherheitsstaat“.

Die Grünen kritisierten Schäubles Äußerungen zu einer möglichen atomaren Terrorbedrohung und legten ihm den Rücktritt nahe. Der Grünen-Innenpolitiker Wolfgang Wieland hielt Schäuble vor, er wolle eine andere Republik und haue deshalb mit dem Vorschlaghammer auf die bewährte Sicherheitsarchitektur in Deutschland ein. „Dieser Minister wähnt sich im Krieg. Er ist als Verfassungsminister untragbar“, sagte Wieland.

Quelle: Spiegel online